Lexikon für eifrige und humorvolle Politiker sowie Stimmberechtigte
| Stichwort | Bedeutung und Beschreibung |
| Abstimmung | Schriftliche Meinungs-Befragung der Politiker beim Volk. |
| allstimmig | Richtiger Begriff für den äusserst seltenen Fall, wenn alle Stimmberechtigten eine Vorlage ohne Enthaltungen und ohne Gegenstimmen gutheissen oder ablehnen. |
| Berater | Mensch, der lange auf seine Besucher einredet, ohne ihnen richtig zuzuhören. |
| Beschwerde | Meistens nicht sehr wirkungsvolle Klage eines Bürgers, wenn die Politiker oder andere Amtsträger ihre Sache falsch gemacht haben. |
| Bundeshaus | Grösstes Marionetten-Theater der Schweiz, befindet sich in Bern. |
| einstimmig | Ein Geschäft wird mit einer einzigen Stimme gutgeheissen oder abgelehnt. Alle übrigen Ratskollegen enthalten sich der Stimme. |
| Demokratie | Staatsform, bei der die Regenten den Begriff «Volks-Herrschaft» auf ihre Weise verstehen und über das Volks hinweg entscheiden. |
| Do Ping | Chinesischer Sportminister, der den Athleten immer wieder neue Höchstleistungen ermöglicht. |
| Exekutive | Behörde, die das auszuführen versucht, was formuliert worden ist. |
| Initiative | Die Bürger machen den Anfang und formulieren ihre Wünsche, die sie dann ihren Regenten unterbreiten. |
| Interpellation | Zwischenruf eines Ratskollegen während eines Vortrags. |
| FinöV | Abkürzung für «Finanzierung öffentlicher Verwaltungen». |
| Jurikative | Behörde, die festlegt, wie die neuen Gesetze zu verstehen sind. |
| Grosse Anfrage | Redegewandter Politiker oder Bürger meldet sich zu Wort und hält dann eine wenigstens stündige ununterbrochene Rede. |
| Kleine Anfrage | Ein schüchterner Politiker oder Bürger meldet sich zu Wort. |
| Kommission | Grosse gemeinsame Einkaufstour der Partnerinnen von Politikern beziehungsweise der Partner von Politikerinnen. |
| Legislative | Behörde, die aus dem Inhalt von Plaudereien einige brauchbare Gesetzestexte zu formulieren versucht. |
| Manager | Abkürzung für den englischen Begriff «Money Account Nager»; Nagetier, das sich nur von Banknoten ernährt. Weil Papier nicht nahrhaft ist, benötigt das Nagetier sehr viele Banknoten. |
| Motion | Ein gewöhnlicher Bürger oder ein Ratsmitglied motzt. |
| Parlament | Plaudergruppe, die über mögliche Gesetzesänderungen diskutiert. |
| Polit-Theater | Kulturelle Veranstaltung, bei der man nicht so recht weiss, ob man ein Schauspiel oder die Wirklichkeit betrachtet. |
| Postulat | Heftiges Verlangen nach einer Änderung oder Erweiterung. |
| Protokoll | Schriftlicher Bericht über Politiker-Diskussionen. |
| Referendum | Die Bürger sind mit den Machenschaften ihrer Regenten nicht einverstanden und unterbreiten Gegenvorschläge. |
| Republik | Staatsform, bei der die Regenten die Volks-Sachen selbst in die Hand nehmen und nach ihren eigenen Wünschen zu Ende führen. |
| Rücktritt | Tätigkeit eines Politikers, der ausnahmsweise mit der Eisenbahn fährt und beim Warten auf den Zug erschreckt die Lautsprecher- Durchsage hört: «Vorsicht Zugsdurchfahrt! Bitte zurücktreten!» |
| Ständerat | Behörde, die ihre Amtsgeschäfte stehend ausüben muss. |
| Steuern | Bei den Bürgern unbeliebte Geld-Forderungen der Politiker, mit denen diese zuerst ihre Löhne, dann ihre weiteren Eigeninteressen und erst dann die Volks-Anliegen finanzieren. |
| Sitzung | Tätigkeit von Politikern in einem geheimen Örtchen, wohin sie nur allein und unter strengstem Ausschluss der Öffentlichkeit gehen. |
| Urne | Papierkorb für Stimm- und Wahl-Zettel. |
| Vorstoss | Wenn ein ungeduldiger Politiker seinen Ratskollegen von hinten ruckartig nach vorne stösst und diesen so zum Stolpern bringt. |
| Wahlversprechen | An die braven Bürger gerichtete grosszügige Zusicherungen, die spätenstens nach dem Auszählen der Wahlzettel und der Amts-einsetzung der gewählten Kandidaten vergessen sind. |
| Zwängerei | Wenn Politiker vom Volk abgelehnte Vorlagen bei jeder günstigen Gelegenheit geringfügig abändern und dann dem Volk erneut zur Abstimmung unterbreiten. |
Zum Herunterladen als PDF: Politik-Lekikon
Lexikon für eifrige und humorvolle Benützer öffentlicher Verkehrsmittel
| Stichwort | Bedeutung und Beschreibung |
| Achterbahn | Auf Jahrmärkten, Kirchweihen und Vergnügungs-Pärken sehr beliebte Sonderform der S-Bahn. Siehe dort. |
| Anschluss | Im Fahrplan zur Weiterfahrt nach dem notwendigen Umsteigen vorgesehener Zug oder Bus, der einem Fahrgast wegen zu knapp bemessener Umsteigezeit vor der Nase wegfährt. |
| Autobahn-Denkmal | Unvollständig gebaute Autobahn, die beim Bahnhof Knonau im Kanton Zürich aufhört. Weil die SBB jetzt alle 30 Minuten fährt und so günstige Preise anbietet, wird die umstrittene Autobahn endgültig nicht gebaut, sondern in ein Denkmal umgewandelt. |
| Auto-Radio | Nur in Autos, aber nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln ein-gebautes Gerät, das dem Fahrer die neuesten Staumeldungen und Musik bringt. Vielleicht erfindet jemand das «Bahn-Radio»? |
| Bahn-Auto | Neue Alternative zur Auto-Bahn und zum eigenen Auto. An fast jedem Bahnhof kann ein Auto gemietet werden, so dass auf die öffentlichen Verkehrsmittel umgestiegenen Automobilisten doch hin und wieder selber ein Fahrzeug steuern können. |
| Bahn-Velo | Zweirad-Fahrzeug, auch Fahrrad genannt, das seit einiger Zeit wieder zu neuen Ehren kommt. Es kann an jedem Bahnhof gemietet werden. Man kann aber auch sein eigenes Fahrrad mit der Bahn oder mit dem Bus befördern lassen. |
| Bahn 2000 | Neues Eisenbahn-Konzept, das nun dafür sorgt, dass pro Stunde wenigstens 2000 Fahrgäste verärgert werden. |
| Blechkondukteur | Umgangssprachlicher Ausdruck für Billettautomaten. |
| Bundesrat | Politische Behörde, deren sieben Mitglieder niemals öffentliche Verkehrsmittel benützen und genau deshalb das General-abonnement (siehe dort) geschenkt erhalten. |
| Cargo Domizil | Dienstleistung, die dafür sorgt, dass Güter immer mehr auf der Strasse statt auf der Schiene befördert werden. |
| Cisalpino | Superschnellzug aus Italien, der sich hier in der Schweiz einen Deut um Anschlüsse zu anderen Zügen kümmert. |
| Defizit | Ausgaben-Überschuss. Tritt bei öffentlichen Verkehrs-Betrieben auf, weil noch immer viel zu wenig Leute mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Oft ist der Ausgaben-Überschuss auch eine Folge falscher Berechnungen von Politikern. |
| Defizitingen | Geheimer Ort, wo jeweils die öffentlichen Verkehrs-Betriebe ihre Ausgaben-Überschuss-Rechnungen den Behörden überreichen. |
| Easy Ride | Zukünftiger Fahrausweis für leichte Reiter. Damit sind sehr leicht durchschaubare Fahrgäste gemeint, die es zulassen, dass alle ihre Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln samt zugehörigen Angaben wie Tage, Uhrzeiten und Strecken von einem zentralen Computersystem gespeichert und ausgewertet werden. |
| Entwerter | Orangefarbige Geräte auf den Bahnsteigen, die hineingesteckte Fahrausweise sofort vernichten. |
| Eurocity | Zug, der in ganz Europa umherfährt und erst bei einem Strom-ausfall oder einer Notbremsung anhält. |
| Fahrgast | Mensch, der nach entsprechender Bezahlung zum Bemutzen öffentlicher Verkehrsmittel eingeladen wird. |
| Familienwagen | Eisenbahnwagen für spielfreudige Kinder und deren Eltern. |
| FinöV | Abkürzung für « Finanzierung öffentlicher Verwaltungen». |
| FLIRT | Schienen-Verkehrsmittel, das mit seinen Fahrgästen nur flüchtige Bekanntschaften eingeht. Als Abkürzung bedeutet es: «Flinker Leiser Innerstädtischer Regional-Traumzug», wenn das Fahrzeug zuverlässig fährt, oder «Furchtbar Lausiger Immer Reparatur-bedürftiger Triebzug», wenn häufig Pannen auftreten. |
| Führer | Freundliche Menschen, die für eine angenehme Fahrt auf den vielen langen Strecken zu den immer richtigen Orten sorgen. |
| General-Abonnement | Fahrausweis, mit dem man immer im richtigen Zug, Bus, Tram, Postauto oder Schiff sitzt. Unentbehrlich für Vielfahrer, die nicht lange überlegen wollen, wann sie wohin fahren wollen. |
| Geisterbahnhof | Von allen guten Geistern verlassene Bahn-Haltestelle. |
| Gentleman | Hilfsbereiter Mann, der den Frauen hilft, ihre Kinderwagen über die Stufen der Bus- oder Bahnwagen-Türen hinweg zu tragen. |
| Glacier-Express | Langsamster Schnellzug der Welt, fährt zwischen Gletschern. |
| Goldküsten-Express | Verkehrsmittel auf der Strecke Zürich -- Meilen -- Rapperswil, das eifrigen Goldsuchern empfohlen wird. |
| Halbpreis-Abo | Fahrausweis, der seinem Besitzer vorgaukelt, zum halben Preis zu fahren. In Wirklichkeit zahlt man damit insgesamt gleich viel oder sogar mehr als ohne dieses Abo. |
| Intercity | Zug, der zwischen den Städten auf offener Strecke hält. |
| ICE | Superschnellzug in Deutschland, der auch in der Schweiz fährt und so dafür sorgt, dass die Berner noch schneller werden. |
| Jammer | Gemeinsames Seufzen und Stöhnen aller Fahrgäste anlässlich jeder Preis-Erhöhung bei den öffentlichen Verkehrs-Betrieben. |
| Karies | Rostfrass an Zahnstangen und Zahnrädern von Bergbahnen. |
| Kursbuch | Dreibändiges Buch, das die aktuellen Wechselkurse sämtlicher Währungen enthält, die am Bahnschalter umgetauscht werden. |
| Lautsprecher | Beamter, der besonders laut sprechen kann. Wird eingesetzt, um Stationen auszurufen und Schwarzfahrer zu beschimpfen. |
| Leistungs-Aufträge | Anregungen und Vorschläge, die öffentliche Verkehrs-Betriebe von ihren Fahrgästen zur Angebots-Verbesserung erhalten. |
| Liegewagen | Wagen, der besonders gut in den Kurven liegt. |
| Lumpensammler | Letzte Fahrgelegenheit des Tages mit öffentlichen Verkehrsmitteln |
| Mehrfahrten-Karte | Fahrausweis, mit dem man öfter fährt, als man es sonst täte. Um das zu verhindern, entwerten neue Automaten beim Einstecken des Fahrausweises in den Schlitz alle Felder auf einmal. |
| Natel | Notorisches Allerorts-Telefon. Piepst immer im ungünstigsten Augenblick und fordert so seinen Besitzer zum Quasseln auf. Es war ursprünglich als «Nationales Auto-Telefon» gedacht, kann nun aber dank seiner inzwischen verwirklichten Leichtigkeit und Kleinheit auch in öffentlichen Verkehrsmitteln verwendet werden. |
| NEAT | Neuer Eisenbahn-Alpen-Traum. Nicht bezahlbares Hirngespinst einiger neuzeitlicher eisenbahnbegeisterter Pioniere. |
| Neigezug | Schienen-Verkehrsmittel, das sich vor den Fahrgästen verneigt. |
| Neun-Uhr-Pass | Fahrausweis des Zürcher Verkehrs-Verbundes, der erst nach 09.00 Uhr so richtig interessant zu werden beginnt. |
| Niederflur-Fahrzeug | Mit dieser neuzeitlichen Errungenschaft wird das beschwerliche Einsteigen durch bequemes Eintreten abgelöst. Solche Fahrzeuge werden gebaut, weil Gentlemen immer seltener werden. |
| Omnibus | Allzweck-Schnittstelle an modernen Verkehrs-Computern. |
| Orientierung | Immer schwieriger werdende Tätigkeit in grossen und modernen Bahnhöfen, wo man nicht mehr weiss, ob man sich in einem Einkaufszentrum oder einem Eisenbahnknotenpunkt aufhält. |
| Orion-Club | Vereinigung von Leuten, die alte Fahrzeuge wieder flott machen. |
| Pendler | Fahrgast, der so oft wie möglich auf der selben Strecke hin und her fährt und mit der Wünschelrute nach Wasser sucht. |
| Piktogramme | Chinesische Schriftzeichen auf den Hinweistafeln in Bahnhöfen. Entsprechende Sprachkurse werden den Fahrgästen angeboten. |
| Plus-Fahrgast | Fahrgast ohne Fahrausweis, der bei einer Kontrolle im Zuger Tarifverbund das Glück hat, zur richtigen Zeit mit einem «Zuger Pass Plus»-Besitzer zusammen zu sein, der ihn gut kennt. |
| Politiker | Redebegabter Mensch, der andern Leuten predigt, sie sollten die öffentlichen Verkehrsmittel benützen, selber aber sogar sehr kurze Strecken ausschliesslich mit dem Auto fährt. |
| Quietschen | Typisches Geräusch beim Abbremsen der Züge kurz vor dem Stillstand. Wird von Kindern beim Spielen oft nachgeahmt. |
| Regionalzug | Schienen-Verkehrsmittel, das wahllos in der Gegend umherfährt und überall anhält, wo eine blaue Tafel mit weisser Schrift hängt. |
| Roter Pfeil | Roter SBB-Triebwagen aus romantischer Eisenbahnzeit. |
| Rote Zahlen | Umgangssprachlicher Ausdruck für «Defizit». Siehe dort. |
| Sankt Max und Moritz | Sehr bekannter Ort im Kanton Graubünden. Letzte Ruhestätte der beiden Lausbuben aus Wilhelm Buschs bekanntestem Werk. |
| Sardinenbüchse | Umgangssprachlicher Ausdruck für ein überfülltes Fahrzeug der öffentlichen Verkehrsbetriebe. |
| S-Bahn | Schienen-Verkehrsmittel, das abwechslungsweise lauter Links- und Rechts-Kurven befährt. Sind diese Kurven so angeordnet, dass die befahrene Strecke durch Vereinigung ihres Endes mit ihrem Anfang endlos wird, entsteht eine Achterbahn. Siehe dort. |
| SBB | Abkürzung für «Sicher, Bequem, Billig», dem neuesten Werbe-Schlagwort der Schweizerischen Bundes-Bahnen. |
| Schüttelbecher | Umgangssprachlicher Ausdruck für ein öffentliches Fahrzeug, das die Fahrgäste bei der Beförderung so stark schüttelt, dass sie sich erbrechen müssen. Spucktüten werden ausgeteilt. |
| Schutzengel | Unsichtbare göttliche Begleiter aller braven Verkehrsteilnehmer. Unentbehrlich für spät abendlich heimkehrende Benützer öffent-licher Verkehrsmittel und für Fussgänger auf dunklen Wegen. |
| Schwarzfahrer | Fahrgast mit schwarzer Hautfarbe. Angeblich soll es nichts mit Rassendiskriminierung zu tun haben, dass alle Fahrgäste ohne gültigen Fahrausweis als «Scharzfahrer» bezeichnet werden. |
| Selbstkontrolle | Die Reisenden prüfen selbst, ob sie einen gültigen Fahrausweis bei sich haben, und ob sie ins richtige Fahrzeug einsteigen. |
| Sensetalbahn | Schienen-Verkehrsmittel im letzten Tal, wo die Bauern ihr Gras noch nach guter alter Väter Sitte mit der Sense mähen. Sobald alle Bauern sich auf Mähmaschinen umgestellt haben, wird die Bahn stillgelegt und durch den «Mähmaschinentalbus» ersetzt. |
| Signalglocke | Kaum noch anzutreffendes Relikt aus guter alter Eisenbahnzeit. Kündete die Abfahrt der Züge durch Läutezeichen an. Immerhin gibt es eine Abart davon noch an den Bahnübergängen. |
| Speisewagen | Eisenbahnwagen, in denen man für viel Geld während der Fahrt gut essen kann. Essbare Nachbildungen von Eisenbahnwagen, käuflich in jeder guten Konfiserie und an jedem Bahnhofkiosk. |
| Stadtbahn | Schienen-Verkehrsmittel, das nur in einer Stadt fährt. Noch nicht ganz ausgearbeiteter Bubentraum eines Zuger Politikers. |
| Stosszeit | Wenn ein Fahrzeug wegen einer Panne von seinen Fahrgästen kräftig gestossen werden muss, um sein Ziel zu erreichen. |
| Strassenbahn | Schienen-Verkehrsmittel, das paradoxerweise auf den Strassen fährt und so die Automobilisten in glühende Wut versetzt. |
| Tarifdschungel | Unübersichtliche und unverständliche Preislisten der öffentlichen Verkehrs-Betriebe, die oft dazu führen, dass sogar Fahrgäste mit gültigem Fahrausweis eine Busse zahlen müssen. |
| Tarifkilometer | Dehnbares Längenmass der öffentlichen Verkehrs-Betriebe. Je nach Berechnung wird seine Länge willkürlich festgelegt. |
| Tarifverbund | Vereinbarung, die den Fahrgästen öffentlicher Verkehrsmittel ermöglicht, mit gleichen Fahrausweisen die Fahrzeuge mehrerer verschiedener Verkehrs-Betriebe benutzen zu können. |
| Tatzelwurm | Neuartiges Fahrzeug, das selbst die engsten Kurven auf Strassen und Schienen ohne irgendwelche Schwierigkeiten durchfährt. |
| TEE | Trans-Europ-Express, Schienen-Verkehrsmittel für gut betuchte Fahrgäste aus vergangener Zeit. Nur noch als Aufgussgetränk aus Pflanzenbestandteilen erhältlich. |
| TGV | Superschnellzug in Frankreich, der auch in der Schweiz fährt und hier dafür sorgt, dass auch die Berner schnell werden. |
| Um Lei Tung | Chinesischer Verkehrsminister, der bei Bauarbeiten an Geleisen und Strassen für verwirrende Streckenänderungen sorgt. |
| Umsteigen | Tätigkeit, die nötig wird, wenn ein öffentliches Verkehrsmittel nicht dorthin fährt, wohin man will. Verschafft den Beinen der Fahrgäste solcher Verkehrsmittel die nötige Bewegung. Dieser Begriff wird auch für den guten Entschluss verwendet, statt des eigenen Fahrzeuges öffentliche Verkehrsmittel zu benützen. |
| Vandalen | Volk, das alles zerstörte, was es gerade fand. Seine modernen Nachfolger zerstören öffentliches und fremdes Eigentum. Ihre besonders belieben Ziele sind Sitzpolster und Billettautomaten. |
| Verspätung | Ereignis, wenn die Uhr bei der Ankunft oder Abfahrt irgendeines öffentlichen Verkehrsmittels eine spätere Zeit anzeigt als auf dem Fahrplan angegeben ist. Kommt vor, damit auch diejenigen mitfahren können, die immer im letzten Augenblick kommen. |
| Werbung | Gute Möglichkeit, alle Leute darauf aufmerksam zu machen, dass sie keine eigenen Fahrzeuge benötigen, wenn sie fleissig die öffentlichen Verkehrsmittel benützen. |
| Western Union | Vereinigung aller Eisenbahnen des Wilden Westens zwecks besonders sicherer und schneller Geldbeförderungen. |
| Winter | Sehr kalte Jahreszeit, in der James Turrels farbiges Licht einfriert. |
| X- und O-Beine | Seitliche Abknickungen und Verbiegungen der Unterschenkel gegenüber den Oberschenkeln. Diese entstehen durch Sitzen in Fahrzeugen mit zu kurzen Abständen zwischen den Sitzbänken. |
| Ypsilon-Variante | Form der Streckenführung der unbezahlbaren neuen Alpenbahn, die sämtlichen Sonderwünschen aller Kantone gerecht wird. |
| Zug | Kanton, Gemeinde und Stadt in der Innerschweiz. Verlockendes Verkehrsmittel, mit dem jeder und jede Kluge fährt. Weil beide den gleichen Namen haben, braucht man nicht auszusteigen, wenn man mit dem Zug nach Zug fährt. |
| ZBB | Rote Bahn, die auf dem Zugerberg müde gewordene Wanderer und Spaziergänger am Seil herunter lässt. |
| Z-Pass | Fahrausweis, der in zwei benachbarten Kantonen gültig ist, deren Namen mit dem gleichen Buchstaben beginnen. Diese tolle kleine Gemeinsamkeit rechtfertigt angeblich den deutlich höheren Preis im Vergleich zu anderen Verbund-Fahrausweisen. |
| ZVB | Zuger Volks-Bus, erfolgreiches Verkehrsmittel der Zugerland Verkehrs-Betriebe AG. Schon fast so gut wie ein eigenes Auto! |
| ZVV | Zürcher Verkehrs-Verein und Zürcher Verkehrs-Verbund. |
Zum Herunterladen als PDF: Verkehrs-Lexikon